Glaubensfreiheit

Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte lautet:

„Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder seine Weltanschauung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.“ (Klicken sie hier um ein PDF mit dem vollständigen Text runterzuladen)

Wir sind der festen Überzeugung, dass Scientology eine „Religion oder Weltanschauung“ im Sinne dieses Menschenrechts oder im Sinne der vielen Menschenrechtsklauseln in den Verfassungen vieler Nationen auf der Welt sind, die die Glaubensfreiheit schützen.

Wie wir im Artikel „Scientology und Religion“ erläutert haben, ist diese Ansicht nicht nur eine Minderheitenmeinung, sondern kann einer wissenschaftlichen Überprüfung standhalten.

Was bedeutet das in der Praxis? Offensichtlich bedeutet es, dass ein Staat einem Scientologen nicht verbieten kann, einen anderen zu auditieren, die Werke von LRH zu studieren, sich mit Mit-Scientologen zu treffen und Gemeinschaften oder Gruppen zu bilden usw.

Wir sind jedoch nicht bloß besorgt über die Möglichkeit, dass sich ein Staat in diese Grundrechte von Scientologen einmischt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist unsere Glaubensfreiheit viel eher dadurch bedroht, dass die Scientology-Kirche, das Religious Technology Center (RTC) oder andere mit ihnen verbundene Organisationen:

  • Die Schriften des Gründers verändern und die veränderten Versionen fälschlich als Originale ausgeben und auf diese Weise diejenigen, die darauf hereinfallen, zu dem Glauben bringen, dass sie Scientology studieren, wenn sie das tatsächlich nicht tun;
  • Versuchen, die Originalwerke aus dem Umlauf zu entfernen und sie zu zerstören, wodurch es für viele unmöglich wird, Scientology in der Form zu studieren, wie sie vom Gründer niedergeschrieben wurde;
  • Ihre Mitglieder unterdrücken, so dass sie mit den vielgestaltigen Methoden konform gehen, mit denen ihre Affinität für, Realität über und Kommunikation mit Mit-Scientologen reduziert werden;
  • Versuchen, Scientologen zu attackieren und auszulöschen, die ihre Religion außerhalb der Reichweite dieser Organisation zu praktizieren oder sogar ihre eigenen Organisationen gründen – wobei alle denkbaren Mittel eingesetzt werden, einschließlich rechtlicher Angriffe, Übler Nachrede und Verleumdung gegenüber ihren Freunden oder sogar ihren Familien.

Wir wollen nicht nur jeden Scientologen dazu ermuntern, diesen Versuchen zu widerstehen, ihn oder sie von seiner Religion abzubringen, sondern wir wollen auch aktiv helfen, indem wir unseren Teil dazu beitragen, Affinität, Realität und Kommunikation unter Scientologen und zwischen Scientologen und den Materialien der Scientology zu etablieren (und jawohl, auch Wissen, Verantwortung und Kontrolle!).

Wir glauben, dass das oben zitierte Menschenrecht auch uns Freie Scientologen dabei unterstützen muss, uns vor den Angriffen zu schützen, die die Scientology-Kirche gegen uns als Einzelpersonen und Gruppen richtet. Wir glauben auch, dass dies die Übereinstimmung der gegenwärtigen Führung der Scientology-Kirche finden müsste, denn sie blasen selber kräftig ins Horn der Glaubensfreiheit… Wir sind uns sicher, dass es einer zwingenden Logik folgt, dass man anderen genau dieselben Menschenrechte, die man für sich selber reklamiert, ebenfalls einräumen muss.